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... bei der plattdeutschen Abteilung von "Radio HCJB – die Stimme der Anden"!
Bei uns können Sie das Mennoniten-Plattdeutsch hören!
Im September 2007 wurde der Sprachdienst reorganisiert, nachdem Ehepaar Rempel eine andere Missionsarbeit in Paraguay aufgenommen hat. Seitdem ist Viktor Sawatzki für Europa und Horst Rosiak koordiniert die plattdeutschen Sendungen für Amerika.
Plautdietsch ist die Umgangssprache fast aller Russland-Mennoniten. Dieser Dialekt ist eine niederpreußische Mundart, die sich im 16. und 17. Jahrhundert im westpreußischen Weichseldelta herausgebildet hat. Viele Anhänger der im Verlauf der Reformation entstandenen protestantischen Freikirche der Mennoniten – auch als Wiedertäufer bezeichnet –, siedelten sich dort an. Sie ließen die mitgebrachten Mundarten in Anlehnung an die neue, sprachlich ähnliche Umgebung zur neuen Umgangssprache werden. Gleichzeitig wurde das Niederländische als Kirchensprache beibehalten.
Auf Einladung von Katharina II. und Paul I. Ende des 18. und Anfang des 19. Jahrhunderts wanderten Tausende dieser Mennoniten von Westpreußen nach Südrussland aus. Plautdietsch blieb nicht nur Umgangssprache, es wurde neben den religiösen Traditionen auch zu einem wichtigen Faktor für Identität und Selbstbewusstsein.
Die gemeinsame Sprache der Mennoniten war zum einen ein starkes Bindeglied und deutliches Erkennungsmerkmal. Andererseits bot es auch eine hauptsächlich aus religiösen Gründen erwünschte Abgrenzung zu den übrigen deutschstämmigen Siedlern in Russland.
Plautdietsch wird heute weltweit, vor allem aber in Kanada, in den USA, in Paraguay und in Deutschland hauptsächlich von den russland-mennonitischen Aussiedlern gesprochen. Geschrieben und gelesen wird in dieser Mundart traditionellerweise kaum, obwohl es immer einzelne Personen gegeben hat, die auch in Plautdietsch dichteten und schrieben.
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