Mittwoch, 10.03.2010 – Kollegin Esther rief an, noch ehe wir im Büro waren. Sie feiert heute ihren 50. Geburtstag. „Herzlichen Glückwunsch“ begrüßte ich sie. „Hmhm, ich rufe nicht an, um mir meine Glückwünsche abzuholen, ich wollte dir nur sagen, dass heute Nacht Einbrecher im Büro waren, die deinen (Katjas) Laptop und meine Kamera mitgenommen haben. Deine Schubladen standen offen. Vielleicht kannst du dann gleich mal kommen und nachsehen, ob sonst noch was fehlt.“ (Normalerweise bin ich nur nachmittags in diesem Büro).
Meine erste Reaktion: „Was wollen die denn mit dem alten Ding? – Naja, da haben sie sicher das wertloseste Teil mitgenommen. Auch sind auf diesem Gerät keine wichtigen Daten gespeichert.“ Aber im Laufe des Tages machte sich dann doch ein Gefühl der Hilflosigkeit breit. Der materielle Verlust lässt sich verschmerzen, aber der Schreck hat uns erwischt und der Ärger raubt uns Energie.
Der Einbruch hatte sich übrigens schon angekündigt. Von Freitag auf Samstagnacht wachte ein Nachbar auf und blickte zum Fenster hinaus in unseren Hinterhof. Dabei merkte er einen Mann im Garten. Er rief die Wachmänner von HCJB (eine Straßenecke weiter). Bei den Wachmännern ist eine Videokamera installiert, die unsere Stichstraße im Blickfeld hat. Die Wachmänner sehen eine Person auf der Überwachungskamera. Sie verständigten die Polizei. Als diese kam, waren die Männer bereits weg. Kollegin Esther, die im Erdgeschoss wohnt, wachte erst von den Stimmen der Polizisten auf.
Aufgrund dieses Ereignisses hatte Kollegin Iris seit Montag früh daran gearbeitet eine Alarmanlage installieren zu lassen und auch sonstige Vorsichtsmaßnahmen zu treffen, die aber natürlich in der Kürze der Zeit noch nicht fertig waren.
Heute Nacht gegen 2:00 Uhr wurde ein anderer Nachbar aufmerksam. Dessen Alarmanlage schrillte. Er gab einen Warnschuss mit einer Schreckschusspistole ab. Heute Morgen lehnte eine Leiter an der Hauswand zu unserem Büro und eines der Fenster stand offen. Daraufhin verständigte der aufmerksame Nachbar von Samstagnacht Kollege Hermann Schirrmacher, der gegenüber wohnt und nachsehen kam.